Die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz 2026: Wer bleibt, wer geht, was die Lizenz kostet
Ladevorgang...

Die besten Wettanbieter mit deutscher Lizenz 2026 sind zehn Buchmacher mit gültiger GGL-Erlaubnis, die Quotenvergleich, LUGAS-Anbindung und Aufsicht durch die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder vereinen. Doch zwischen Anfang 2024 und heute wechselten mindestens sieben Lizenzen den Status — vier Entzüge, drei Neuvergaben — und die nächste Welle steht bevor. Eine GGL-Lizenz schützt durch das 1.000-€-Monatslimit im zentralen Register und die Steuerehrlichkeit der Anbieter, doch sie macht den Markt nicht stabil: Bet3000 verlor die Lizenz im Sommer 2024, Sunmaker zieht sich Ende Februar 2026 zurück, VBet startete erst im Februar 2026 mit deutscher Erlaubnis. Wer heute eine Empfehlung ausspricht, muss morgen prüfen, ob der Anbieter noch auf der Whitelist steht — ein statisches Ranking veraltet schneller, als die meisten Vergleichsseiten zugeben.

Was eine deutsche Lizenz tatsächlich bedeutet — und was sie kostet
Eine Lizenz der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist kein Gütesiegel, sondern ein Aufsichtsregime. Wettanbieter mit Lizenz in Deutschland unterliegen nicht nur der Rechtsprechung, sondern einem technischen Kontrollsystem, das jeden Einsatz, jedes Konto und jede Auszahlung in Echtzeit an eine zentrale Datenbank meldet. LUGAS, das Limitinformationssystem der Länder, erzeugt einen anbieterübergreifenden Abgleich: Wer sich bei Tipico mit 800 € im Monat registriert hat, kann bei Betano höchstens noch 200 € einsetzen, bevor das System den Zugang sperrt. Das Limit von 1.000 € pro Monat gilt nicht pro Anbieter, sondern pro Personalausweis. Die Meldung erfolgt innerhalb von Sekunden, der Spielraum für Umgehungsversuche tendiert gegen null.
Anonyme Konten oder Multi-Account-Strategien sind technisch unmöglich bei GGL-Anbietern. Jeder Spieler durchläuft vor der ersten Einzahlung eine Identitätsprüfung, deren Ergebnis an LUGAS übermittelt wird; ein zweites Konto mit denselben Ausweisdaten wird bereits bei der Registrierung abgewiesen. Das schützt pathologische Spieler vor sich selbst, nimmt aber auch jedem anderen die Wahl, ob er überwacht werden möchte. Wer mehr als 1.000 € im Monat setzen will, erhält bei keinem der zehn führenden deutschen Buchmacher Zugang — unabhängig davon, wie viel er verdient oder verlieren kann, ohne in Schwierigkeiten zu geraten.
OASIS, das zentrale Sperrsystem, greift parallel. Eine Selbstsperre oder eine behördlich angeordnete Sperre gilt sofort bei allen lizenzierten Anbietern; die Datenbank wird rund um die Uhr abgeglichen, und ein gesperrter Spieler kann sich nirgendwo neu anmelden, bis die Frist abgelaufen ist. Der Schutz ist lückenlos, aber er ist auch unumkehrbar: Eine einmal ausgesprochene Sperre lässt sich nicht vorzeitig aufheben, selbst wenn die Lebensumstände sich ändern. Das System kennt keine Einzelfallentscheidung.
Die Lizenz kostet Freiheit, nicht nur Geld. Was auf den ersten Blick wie Verbraucherschutz aussieht, ist bei näherem Hinsehen eine Totalkontrolle: Jeder Wettschein wird gespeichert, jede Einzahlung protokolliert, jede Auszahlung an LUGAS gemeldet. Die GGL erhält Zugriff auf das komplette Spielverhalten, und die Anbieter sind verpflichtet, verdächtige Muster zu melden — was „verdächtig“ ist, definiert die Behörde. Wer bei einem Buchmacher mit deutscher Lizenz wettet, tauscht das Risiko eines unseriösen Anbieters gegen die Gewissheit staatlicher Überwachung. Das mag für manche ein guter Tausch sein. Für andere nicht.
Ist es strafbar, bei einem Wettanbieter ohne deutsche Lizenz zu wetten?
Nein, der Spieler macht sich nicht strafbar. Der Glücksspielstaatsvertrag richtet sich an Anbieter, nicht an Wettende. Wer bei einem Buchmacher ohne GGL-Lizenz spielt, verstößt gegen keine Norm, die mit Strafe bedroht ist. Das Risiko liegt woanders: Gewinnauszahlungen lassen sich nicht einklagen, und bei Konflikten fehlt der Rechtsweg.
Was bedeutet die Anbindung an LUGAS und OASIS praktisch für mich als Spieler?
Jede Einzahlung wird an LUGAS gemeldet und mit dem Monatslimit von 1.000 € abgeglichen, anbieterübergreifend und in Echtzeit. OASIS prüft bei jeder Registrierung, ob eine Sperre vorliegt. Ist das Limit erreicht oder eine Sperre aktiv, wird der Zugang sofort verweigert. Ein Ausweichen auf einen anderen GGL-Anbieter ist ausgeschlossen, die Systeme sind verbunden.
So prüft man die Lizenz — Firmennamen statt Markennamen
LUGAS und OASIS schützen nur dort, wo tatsächlich ein GGL-lizenzierter Anbieter am anderen Ende sitzt. Die Prüfung klingt simpel: Whitelist öffnen, Namen eingeben, fertig. Doch Sportwetten mit Lizenz laufen über juristische Personen, und die heißen fast nie so wie die Marke. Betano erscheint im GGL-Register als Betkick Sportwettenservice GmbH, Interwetten als Interwetten Gaming Ltd, Tipico als Tipico Co. Limited. Wer auf der Whitelist nach „Betano“ sucht, findet nichts.
Der Umweg über das Impressum ist Pflicht. Jeder GGL-lizenzierte Buchmacher muss dort die Betreibergesellschaft nennen, und genau dieser Name steht im Register. Nicht die Domain, nicht der Werbeauftritt, nicht das, was auf dem Button zur Registrierung prangt. Die Betkick Sportwettenservice GmbH hat mit Betano so viel zu tun wie die Kafu GmbH mit NEO.bet — rechtlich alles, dem Namen nach gar nichts. Ein Check, der diesen Schritt überspringt, läuft ins Leere.
Schritt 1
Das Impressum der Seite aufrufen, meist verlinkt in der Fußzeile. Die Betreibergesellschaft steht dort als „Verantwortlich“ oder „Diensteanbieter“ mit Rechtsform und Sitz.
Schritt 2
Die offizielle Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder öffnen. Sie liegt als durchsuchbare Liste auf der GGL-Webseite unter dem Punkt „Erlaubnisinhaber“.
Schritt 3
Den Namen der Betreibergesellschaft exakt so in die Suchmaske eingeben, wie er im Impressum steht. Stimmt die Schreibweise nicht auf den Buchstaben, bleibt das Ergebnis leer.
Schritt 4
Prüfen, ob die Erlaubnis den Bereich „Sportwetten“ umfasst und ob das Ablaufdatum in der Zukunft liegt. Manche Einträge decken nur Slots oder Poker ab, andere sind längst erloschen.
Was trivial klingt, scheitert in der Praxis an zwei Stellen: falscher Suchbegriff und veraltete Kopien. Die GGL aktualisiert ihre Liste laufend, doch Drittseiten übernehmen Entzüge und Neuvergaben mit Verzögerung. Ein Anbieter, der im Januar die Lizenz verlor, taucht im März noch auf einer kopierten Whitelist auf, während das Original ihn längst gelöscht hat. Nur die GGL-Seite selbst ist maßgeblich. Alles andere ist Sekundärquelle mit unbekanntem Stand.
Der zweite Stolperstein liegt in der Rechtsform. Tipico Co. Limited trägt ein „Limited“, Interwetten Gaming Ltd ein „Ltd“, Betkick die Abkürzung GmbH. Ein fehlendes Leerzeichen oder ein vertauschtes „Limited“ gegen „Ltd“ genügt, und die Suche liefert keinen Treffer, obwohl die Lizenz existiert. Das Register arbeitet nicht semantisch, sondern zeichengenau. Wer dort nachschlägt, kopiert den Namen aus dem Impressum, statt ihn aus dem Gedächtnis einzutippen.
Wie erkenne ich, ob ein Wettanbieter wirklich eine gültige deutsche Lizenz hat?
Man öffnet das Impressum der Seite, notiert die dort genannte Betreibergesellschaft mit Rechtsform und prüft diesen exakten Namen in der GGL-Whitelist. Stimmt der Eintrag, umfasst die Erlaubnis Sportwetten und liegt das Ablaufdatum in der Zukunft, ist die Lizenz gültig.
Wo finde ich die offizielle GGL-Whitelist und wie oft wird sie aktualisiert?
Die Whitelist steht auf der Webseite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder im Bereich „Erlaubnisinhaber“ als durchsuchbare Liste. Sie wird laufend gepflegt; jede Neuvergabe und jeder Entzug erscheinen dort zeitnah, meist innerhalb weniger Tage nach der behördlichen Entscheidung.

Die zehn führenden Buchmacher mit GGL-Lizenz im Einzelcheck
Die Whitelist zeigt, wer im Moment zugelassen ist — doch zwischen Erstzulassung, Marktanteil und tatsächlicher Qualität liegen Welten. Alle Wettanbieter mit deutscher Lizenz arbeiten unter denselben strukturellen Vorgaben: LUGAS-Anbindung, OASIS-Sperre, 1.000-€-Monatslimit, Verifikation vor der ersten Wette. Was sie unterscheidet, ist das, was innerhalb dieses Rahmens noch variabel bleibt: Quotenschlüssel, Auszahlungsgeschwindigkeit, Wettsteuer-Übernahme, Tiefe des Sportsbooks, Stärke im Live-Bereich.
Die folgende Tabelle zeigt die strukturellen Eckdaten der zehn führenden Buchmacher im deutschen GGL-Markt. Die Reihenfolge ergibt sich aus Marktanteil, Produktqualität und Zuverlässigkeit im laufenden Betrieb — nicht aus Werbeetats oder Partnerverträgen.
| Operator | Lizenz | Mindesteinzahlung | Auszahlungsgeschwindigkeit | Bonus | Unterscheidungsmerkmal |
|---|---|---|---|---|---|
| Tipico | GGL + MGA | 5 € | PayPal wenige Stunden, SEPA 1–3 Tage | 100 % bis 100 €, x5, Quote 1,50 | Marktführer, 950+ Shops, Wettsteuer-Übernahme |
| Bet365 | GGL + UKGC | 5 € | E-Wallets 1–2 Std, SEPA 1–5 Tage | bis 100 € in Wett-Credits | 25+ Sportarten, weltgrößtes Livestream-Angebot, steuerfrei |
| Betano | GGL | 10 € | PayPal Same-Day, E-Wallets 24 Std | 20 € Freebet ohne Einzahlung + 100 % bis 50 € | FC-Bayern-Partner, ehrlichster Willkommensbonus |
| NEO.bet | GGL | 10 € | PayPal/Klarna wenige Stunden | 100 % bis 100 €, x6 | Erstlizenznehmer 9.10.2020, Kombiwetten steuerfrei |
| Bwin | GGL + MGA | 10 € | PayPal wenige Stunden, SEPA 2–4 Tage | 100 € Bonus, x6, Quote 1,70 | BVB-Sponsor, 25+ Jahre Marktpräsenz, Entain-Konzern |
| Winamax | GGL | 10 € | E-Wallets unter 24 Std | 100 € Freebets nach Verlust | Höchster Quotenschlüssel (bis 97 %), Steuer-Übernahme |
| Interwetten | GGL + MGA | 10 € | E-Wallets Same-Day | 100 % bis 100 €, x6 | Höchste Favoriten-Quoten, seit 1990 am Markt |
| Bet-at-home | GGL | 5 € | PayPal wenige Stunden | 100 % bis 100 € + 500 %-Quotenboost | Börsennotierung, 500 %-Boost im Bonus |
| AdmiralBet | GGL | 10 € | E-Wallets 24 Std | 100 % bis 100 €, x5 | Novomatic-Gruppe, Wintersport-Kompetenz |
| Merkur Bets | GGL | 10 € | PayPal Same-Day | 100 % bis 100 €, x5 | Gauselmann-Gruppe, Kombiwetten steuerfrei |
Tipico
Tipico Co. Limited sitzt auf Malta, doch die Wurzeln liegen in Karlsruhe: 2004 gegründet von Oliver Voigt, Dieter Pawlik, Mladen Pavlovic und Wolfgang Kuentzle, seit 2016 Mehrheitseigentümer CVC Capital Partners aus Luxemburg, rund 1.800 Mitarbeiter. Die GGL-Lizenz ergänzt die maltesische MGA-Erlaubnis. Was Tipico vom Rest des Marktes abhebt, ist die physische Präsenz: über 950 stationäre Wettshops in Deutschland, kombiniert mit einem Online-Konto — diese Verbindung bietet kein Konkurrent. Seit Jahren übernimmt Tipico die 5,3 % Wettsteuer vollständig; der Kunde wettet zum Nominalwert. Mindesteinzahlung 5 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über PayPal binnen weniger Stunden, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook konzentriert sich auf die Kernmärkte: Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Premier League, La Liga, Serie A, Champions League im Fußball, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, NFL, Handball. Bei der Marge bewegt sich Tipico mit rund 95 % im Marktdurchschnitt, nicht an der Spitze.
Der Willkommensbonus bringt 100 % bis 100 €, verlangt aber x5 Umsatz bei Mindestquote 1,50 binnen 60 Tagen — das entspricht 500 € Wettumsatz bei vollem Bonus, schärfer als bei manchen Konkurrenten. Mobile Apps für iOS und Android gelten technisch als Benchmark, die Live-Wetten-Plattform führt den deutschen Markt nach Volumen an. Cash Out und Bet Builder sind Standard, Livestreaming nur punktuell verfügbar. Wer gelegentlich in Shops wettet und online ergänzt, findet hier die einzige Infrastruktur dafür. Der Auszahlungsschlüssel bleibt aber Durchschnitt, nicht Top-Niveau wie bei Winamax oder Betano, und das aggressive Casino-Cross-Selling in App und Website nervt Sportwetter, die am Slot-Geschäft kein Interesse haben.
Bet365
Hillside (Sports) Solutions Ltd., Teil der Bet365 Group aus Stoke-on-Trent, Vereinigtes Königreich — Familienunternehmen der Familie Coates, CEO Denise Coates. Die GGL-Lizenz kam Ende 2020, Bet365 gehörte zu den ersten zugelassenen Anbietern im deutschen Markt. Daneben laufen UKGC-Lizenz und weitere internationale Erlaubnisse. Das Portfolio umfasst 25 Sportarten, mehr als jeder andere GGL-Anbieter: Fußball weltweit inklusive exotischer Ligen, Tennis, NFL, NBA, MMA, Rugby, Cricket, Snooker, Darts, Formel 1, MotoGP, eSports. Seit Januar 2024 übernimmt Bet365 die Wettsteuer komplett — der Kunde zahlt nichts. Bet365 verlangt eine Mindesteinzahlung von 5 € und einen Mindesteinsatz von 0,10 €; Auszahlungen über E-Wallets dauern ein bis zwei Stunden, über SEPA ein bis fünf Werktage. Das weltgrößte Live-Streaming-Angebot läuft direkt in der App: Grand Slams, La Liga, Serie A, diverse ATP- und WTA-Events kostenlos für verifizierte Kunden.
Der Quotenschlüssel erreicht 95 bis 96 % auf Top-Fußball, im US-Sport bis 96 %, regelmäßige Quotenboosts auf Bundesliga-Spitzenpartien. Der Willkommensbonus gewährt bis 100 € in Wett-Credits nach Mindesteinzahlung 5 € und einer abgerechneten qualifizierenden Wette — die Wett-Credits selbst sind nicht auszahlbar, nur die Gewinne daraus. Die In-Play-Vielfalt ist Marktreferenz, Features wie Cash Out, Bet Builder, Edit Bet und Auto Cash Out komplett integriert. Mobile Apps für iOS und Android stehen bei 4,4 im Play Store und 4,6 im App Store. Wer breite internationale Sportabdeckung und Livestreams will, findet hier das vollständigste Angebot. Login läuft teils langsam, Standort- und Authentifizierungsprobleme tauchen gelegentlich auf, und nach Community-Berichten werden profitable Konten häufiger limitiert als bei manchen Konkurrenten. Die Bundesliga selbst läuft wegen der Rechtelage nicht im Livestream.
Betano
Betkick Sportwettenservice GmbH betreibt die Marke Betano in Deutschland, Muttergesellschaft ist Kaizen Gaming aus Zypern und Griechenland. Die GGL-Lizenz kam im Februar 2021, damit gehört Betano zu den ersten offiziell zugelassenen Anbietern im regulierten deutschen Markt. Global startete Betano 2016, in Deutschland 2020/2021. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,20 €, Auszahlung über PayPal am selben Tag, über E-Wallets binnen 24 Stunden, über Kreditkarten in ein bis drei Werktagen. Die Marge bewegt sich mit 95 bis 96 % auf Top-Fußball im oberen Bereich des Marktes, auf Bundesliga- und Champions-League-Spitzenpartien kommen 3-Weg-Boosts hinzu. Das Sportsbook deckt Fußball mit hunderten Märkten pro Top-Spiel ab — Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A, Champions League als Kernstärke —, dazu Tennis, Basketball, NFL, Eishockey, Handball, Formel 1, MMA, eSports. Gratis-Live-Streaming läuft für LaLiga, FA Cup, Grand Slams, NBA, EuroLeague und NFL für verifizierte Kunden ab 0,20 € Guthaben.
Der Willkommensbonus ist strukturell der ehrlichste am Markt: 20 € Freebet ohne Einzahlung nach Verifizierung über ausgewählte Partnerseiten, dazu 100 % bis 50 € Wettbonus mit Mindestquote 1,80 und x5 Rollover — das sind 250 € Wettumsatz bei vollem Bonus, transparent kalkulierbar. Bet Builder mit 25 % Gewinn-Boost, MyLive-Personalisierung, WettMentor und 2-Tore-Vorsprung-Garantie im Fußball runden die Funktionen ab. Betano ist offizieller Partner des FC Bayern München, Apps für iOS und Android wurden mehrfach als Deutschlands beste Sportwetten-Apps ausgezeichnet. Wer Bundesliga- und Champions-League-Wetten mit starken Boosts und ehrlichem Bonus sucht, liegt hier richtig. Die Wettsteuer wird weitergegeben, Ausnahme sind SuperQuoten-Aktionen. Der Bet Builder Boost gilt nur bei ausgewählten Events, und die Bonus-Alternative mit 100 Freispielen bindet an den Casino-Bereich.
NEO.bet
NEOBET GmbH aus dem Ruhrgebiet, Gauselmann-Umfeld, erhielt am 9. Oktober 2020 als erster Anbieter überhaupt eine GGL-Sportwettenlizenz — das macht NEO.bet zum historischen Erstlizenznehmer im regulierten deutschen Markt. Der Deutschland-Marktstart lag 2018, die Lizenz folgte zwei Jahre später. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über PayPal und Klarna binnen weniger Stunden, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook deckt Fußball breit ab: Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga, Regionalliga plus internationale Top-Ligen, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, NFL, Handball, Darts und eSports mit CS2, Dota 2 und League of Legends. Mit rund 94 % bewegt sich die Marge im Marktdurchschnitt, kein Spitzenwert. Live-Wetten laufen mit Cash Out und Bet Builder, Livestreaming nur punktuell, nicht auf Bet365-Niveau.
Der Willkommensbonus bringt 100 % bis 100 € oder alternativ 200 % bis 50 €, dazu 25 € Freiwette ohne Einzahlung über Partnerseiten, Umsatzbedingung x6 — das sind 600 € Wettumsatz bei vollem 100-€-Bonus. Steuerfreie Kombiwetten sind das zentrale Unterscheidungsmerkmal: Einzelwetten bleiben steuerpflichtig, Kombis nicht. Das wird häufig missverstanden; die Steuerfreiheit gilt ausschließlich für Kombiwetten. Mobile Apps für iOS und Android bekamen von Wettbasis 93 von 100 Punkten, gelobt für kurze Ladezeiten und einfache Bedienung. Tägliche Quotenboosts ergänzen das Angebot. Wer primär Kombiwetten spielt und die Steuer sparen will, profitiert hier direkt. Das Live-Streaming-Angebot ist schwach, das Sportsbook nicht so tief wie bei Bet365, und exotische Sportarten bleiben limitiert.
Bwin
ElectraWorks (Marken-)Ltd. aus Gibraltar, Teil der Entain plc aus dem Vereinigten Königreich (ehemals GVC Holdings), betreibt die Marke bwin — ursprünglich aus Wien als betandwin gestartet. Die GGL-Lizenz kam unter den ersten Vergaben, daneben läuft eine maltesische MGA-Erlaubnis. Bwin existiert seit 1997 und zählt damit zu den ältesten Online-Buchmachern im deutschsprachigen Raum. Entain ist der größte börsennotierte Glücksspielkonzern Europas, bwin einer seiner Eckpfeiler. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über PayPal binnen weniger Stunden, über Klarna in 24 Stunden, über SEPA in zwei bis vier Werktagen. Das Sportsbook ist sehr breit aufgestellt: Fußball — Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A, Champions League, Europa League — als Kernstärke, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, NFL, Handball, Darts, Wintersport, Motorsport, eSports. Bwin ist Trikotsponsor von Borussia Dortmund. Die Wettmarge erreicht 93 bis 94 %, also Marktdurchschnitt ohne Spitzenwert.
Der Willkommensbonus liefert 100 € Sportwettenbonus mit x6 Umsatz bei Mindestquote 1,70, alternativ 100 € Slotbonus — das sind 600 € Wettumsatz für die Sport-Variante. Live-Wetten laufen mit großem Live-Stream-Angebot direkt in der App, Cash Out und Bet Builder sind integriert, eine Re-Bet-Funktion und der Wettkonfigurator ergänzen die Features. Mobile Apps für iOS und Android bieten One-Click-Wetten. Wer eine etablierte Marke mit über 25 Jahren Präsenz und breitem Livestream-Angebot sucht, liegt hier richtig. Die Wettsteuer wird vom Bruttogewinn weitergegeben, der Quotenschlüssel bleibt unter Winamax, Bet365 und Betano, Cash-Out-Werte werden häufig als schwach berechnet kritisiert, und das Casino-Cross-Selling ist omnipräsent.
Winamax
Winamax SAS aus Paris, Frankreich, startete 1999 ursprünglich als Video-Publisher und wechselte seit den 2010er-Jahren in den Sportwetten-Fokus. Die GGL-Lizenzvergabe erfolgte 2021, mit dem Übergang zur Gemeinsamen Glücksspielbehörde 2023 bestätigt. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über E-Wallets unter 24 Stunden, über SEPA in ein bis drei Werktagen, Sofortauszahlung wird als USP beworben. Das Sportsbook deckt rund 20 Sportarten ab: Fußball — Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A, Champions League mit 100 Märkten pro Top-Spiel —, Tennis inklusive ATP, WTA und kleinerer Turniere, Basketball, Eishockey, Handball, Rugby, Radsport, Volleyball, Darts, NFL, Formel 1. Winamax arbeitet mit 95 bis 97 % Auszahlungsschlüssel, punktuell bis 97 % am Anpfiff — der höchste Wert am deutschen GGL-Markt. Winamax übernimmt die Wettsteuer komplett; der Kunde zahlt nichts.
Der Willkommensbonus gewährt 100 € Freebets nach Erstwetten-Verlust bis 100 € in Cash zurück, Mindestquote 1,05, 90 Tage Frist, keine klassischen Umsatzbedingungen auf den Bonus — strukturell transparenter als die meisten Konkurrenzangebote. Winamax TV streamt über 30.000 Events pro Jahr, MyMatch dient als Bet-Builder-Äquivalent, 2-Tore-Vorsprung-Garantie und Auswechsel-Garantie im Fußball sind integriert. Mobile Apps für iOS und Android werden in Testberichten regelmäßig mit 4,5 bis 5 von 5 bewertet. Höchster Quotenschlüssel kombiniert mit kompletter Steuer-Übernahme macht Winamax trotz Frankreich-Ursprung zu einem der beliebtesten neueren GGL-Angebote. Cash Out fehlt bei den meisten Wetten, Randsportarten sind dünner als bei Bet365, Livestream funktioniert nicht bei allen Events zuverlässig, und es gibt keinen Casino-Zusatz.
Interwetten
Interwetten Gaming Ltd. sitzt auf Malta, Gründer und Mehrheitseigentümer ist Wolfgang Fabian aus Wien. Die GGL-Lizenz kam im November 2020, daneben läuft eine maltesische MGA-Erlaubnis. Interwetten startete 1990 stationär in Wien, 1997 online — zweiter deutschsprachiger Online-Buchmacher überhaupt — und bringt damit über 30 Jahre Marktpräsenz mit. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über E-Wallets am selben Tag, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook konzentriert sich auf die wichtigsten Märkte: Fußball — Bundesliga, La Liga, Serie A, Premier League — als Kernstärke, dazu Tennis, Basketball, Eishockey mit NHL, DEL und Extraliga, NFL, Handball, Wintersport, Motorsport, eSports. Im Gesamtschnitt arbeitet Interwetten mit 92 bis 93 % Quotenschlüssel, doch als Marktreferenz bei Top-Favoriten-Quoten bietet es für Bayern, Real, Manchester City & Co. die höchsten Werte am Markt.
Der Willkommensbonus bringt 100 % bis 100 € mit Mindestquote 1,50 und x6 Umsatz — das sind 600 € Wettumsatz bei vollem Bonus —, zeitweise kommen 20 € Freebet ohne Einzahlung zu Pokalfinal-Aktionen hinzu. Live-Wetten laufen mit Cash Out, Livestreaming nur punktuell verfügbar. Mobile Apps für iOS und Android bieten einen eigenen App-Bonus als separates Angebot. Wer primär Fußball-Kombiwetten mit Bayern, Real, PSG und anderen Top-Favoriten spielt, findet hier die besten Quoten am deutschen Markt. Der Auszahlungsschlüssel im Gesamtschnitt liegt unter Marktniveau — der Vorteil gilt nur für Favoritensiege, nicht für Außenseiter oder ausgeglichene Partien —, Bonus-Aktionen sind nur zeitweise stark, die UX wirkt an einzelnen Stellen altbacken, und das Live-Streaming-Angebot ist schwach.
Bet-at-home
Bet-at-home.com Entertainment GmbH aus Düsseldorf, Teil der börsennotierten bet-at-home.com AG mit österreichischen Wurzeln, läuft seit 1999 und verlagerte den Sitz nach Deutschland. Die GGL-Lizenz ist aktiv, Mindesteinzahlung 5 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über PayPal binnen weniger Stunden, über Klarna am selben Tag, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook deckt die wichtigsten Märkte ab: Fußball — Bundesliga, Premier League, La Liga, Serie A, Champions League, Europa League — breit aufgestellt, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Wintersport, Motorsport, Darts, eSports. Bet-at-home kalkuliert mit 92 bis 94 % Marge, also Marktdurchschnitt ohne Spitzenwert. Live-Wetten laufen mit Cash Out, Livestreaming punktuell verfügbar. Die Börsennotierung sorgt für zusätzliche Transparenz: regulierter Kapitalmarkt statt reiner Curaçao- oder Malta-Struktur.
Der Willkommensbonus gewährt 100 % bis 100 € plus 500 %-Quotenboost, Umsatzbedingung x6, 60 Tage Frist — das sind 600 € Wettumsatz bei vollem Bonus. Der 500 %-Quotenboost klingt spektakulär, ist bei genauer Betrachtung durch Einsatz- und Auszahlungs-Cap aber deutlich kleiner als der Nominalwert nahelegt; die Bonus-Bedingungen klären das im Detail. 60 Tage zur Umsatz-Erfüllung sind enger als bei vielen Wettbewerbern. Mobile Apps für iOS und Android sind solide bewertet, schnelle PayPal-Zahlungen werden als Vermarktungsargument genutzt. Wer eine börsennotierte Betreibergesellschaft und damit zusätzliche Transparenz schätzt, findet hier eine Alternative zu den Malta-dominierten Strukturen. Der Quotenschlüssel bleibt unter Top-Level, und der 500 %-Boost entfaltet in der Praxis weniger Wert als die Zahl verspricht.
AdmiralBet
Novo Interactive GmbH, Tochter der Novomatic AG aus Österreich, betreibt die Marke AdmiralBet. Die GGL-Erlaubnis wurde 2024 von Greentube Betting Malta Limited auf Novo Interactive GmbH übertragen, die Marke blieb unverändert. AdmiralBet startete 2016 online in Österreich, Deutschland-Marktstart erfolgte im Zuge der GGL-Regulierung. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,50 €, Auszahlung über E-Wallets binnen 24 Stunden, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook konzentriert sich auf europäischen Spitzenfußball, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, Wintersport — hier ausgeprägte Kompetenz in Ski Alpin, Biathlon und Skispringen —, Handball, Formel 1, eSports. Auf europäischen Spitzenfußball erreicht AdmiralBet 95 bis 97 %, ein konstant hoher Wert vergleichbar mit Winamax. Live-Wetten laufen mit Cash Out, Livestreaming punktuell verfügbar.
Der Willkommensbonus liefert 100 % bis 100 € mit x5 Umsatz in Kombiwetten, mindestens drei Auswahlen à Mindestquote 1,40, 30 Tage Frist — das sind 500 € Wettumsatz bei vollem Bonus, ausschließlich in Kombis, enger als bei Einzelwetten-Boni. Mobile Apps für iOS und Android sind verfügbar. Wer Wintersport wettet oder europäischen Spitzenfußball mit konstantem Top-Quotenschlüssel sucht, profitiert vom Novomatic-Backbone und der Filialpräsenz. Kein umfangreiches Live-Streaming, Kundenservice wird bei Streitfällen als langsam kritisiert, Randsport-Auswahl ist mager, und die Bonus-Alternative mit Freispielen zieht in den Casino-Bereich.
Merkur Bets
Cashpoint Malta Ltd., Teil der Gauselmann-Gruppe aus Espelkamp, Deutschland, betreibt die Marke Merkur Bets — deutsche Traditionsmarke im Glücksspielgeschäft mit über 65 Jahren Konzernhistorie. Der Sportwetten-Ableger startete 2020, die GGL-Lizenz ist aktiv. Mindesteinzahlung 10 €, Mindesteinsatz 0,10 €, Auszahlung über PayPal am selben Tag, über Klarna binnen weniger Stunden, über SEPA in ein bis drei Werktagen. Das Sportsbook deckt Fußball — Bundesliga, 2. Bundesliga, 3. Liga plus internationale Top-Ligen — als Kernstärke ab, dazu Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts, eSports. Merkur Bets kalkuliert mit rund 94 % Quotenschlüssel, also Marktdurchschnitt. Live-Wetten laufen mit Cash Out und Bet Builder, kein Live-Streaming-Angebot. Von Mai 2024 bis März 2025 übernahm Merkur Bets die Wettsteuer komplett; seit April 2025 sind nur noch Kombiwetten und Bet-Builder-Wetten steuerfrei.
Der Willkommensbonus gewährt 100 % bis 100 € oder alternativ 100 € Slotbonus plus 100 Freispiele, Mindestquote 1,50, x5 Umsatz — das sind 500 € Wettumsatz für die Sportwetten-Variante. Mobile Apps für iOS und Android sind verfügbar. Wer eine deutsche Marke mit langer Konzernhistorie statt Malta-Konstrukt sucht und primär Kombiwetten oder Bet-Builder-Wetten spielt, spart hier die Steuer. Steuerfreiheit gilt nicht für Einzelwetten, kein Live-Streaming vorhanden, das Sportsbook ist weniger tief als bei Marktführern, und das Cross-Selling zwischen Sport- und Slot-Bereich ist spürbar — Merkur ist historisch Slot-Marke, nicht Sportwetten-Spezialist.
Wer kam, wer ging — die Lizenzdynamik der letzten zwei Jahre
Die zehn führenden Anbieter mit GGL-Lizenz bilden keine unveränderliche Elite. Der Markt zeigt eine Bewegung, die statische Rankings schnell überholt: Zwischen Oktober 2020 und März 2026 erhielten mindestens sieben neue Wettanbieter mit deutscher Lizenz eine Erlaubnis, während vier etablierte Buchmacher den Markt verließen — teils freiwillig, teils durch Entzug. VBet trat im Dezember 2023 dem lizenzierten Markt bei, startete den Betrieb allerdings erst im Februar 2025. Letsbet folgte im März 2026. Auf der anderen Seite stehen Bet3000 mit Lizenzentzug im Sommer 2024, Sunmaker mit Austritt zum 28. Februar 2026, Mybet unter dem Dach von RULEO und Crazybuzzer, das als Slotmagie neu aufgestellt wurde.
NEO.bet erhielt am 9. Oktober 2020 als erster Anbieter überhaupt eine GGL-Sportwettenlizenz — ein Vorsprung von Wochen vor den damals größeren Konkurrenten. Ende 2020 folgte Bet365, im November desselben Jahres Interwetten. Beide gehörten zur ersten Welle der Lizenzierungen, die den Übergang vom Graumarkt in die GGL-Regulierung markierte. Betano kam im Februar 2021 hinzu, Winamax im Juni 2021. Die Lizenzierung verlief in Schüben, nicht kontinuierlich: nach der Gründungsphase 2020 und 2021 folgten zwei Jahre mit geringer Dynamik, bevor Ende 2023 wieder Bewegung eintrat.
Zwischen Lizenzvergabe und tatsächlichem Marktstart lag bei VBet ein auffallend langer Abstand: Die Erlaubnis datiert auf Dezember 2023, doch der deutsche Markt öffnete sich erst im Februar 2025 — eine Verzögerung, die technische Integration in LUGAS, Aufbau des Kundendiensts und Anpassung des Wettangebots kostete. Letsbet erhielt seine Erlaubnis im März 2026. Neue Anbieter bringen keine grundsätzlich anderen Konditionen: dieselbe Steuer, dieselbe LUGAS-Anbindung, dieselbe Marge plus die regulatorischen Kosten. Der Vorteil liegt in der Produktdifferenzierung — frische Oberflächen, andere Quotenmodelle, ein Fokus auf Nischensportarten oder erweiterte Bet-Builder-Optionen.
Die Gegenbewegung zeigt vier Fälle. Bet3000 verlor die Lizenz im Sommer 2024, kehrte aber bereits im April 2026 zurück — die schnellste Wiederzulassung nach Entzug in der bisherigen GGL-Geschichte. Sunmaker zog sich zum 28. Februar 2026 vom deutschen Markt zurück, ein freiwilliger Austritt. Mybet operiert heute unter RULEO, eine Umfirmierung mit Kontinuität der Lizenz. Crazybuzzer stellte auf Slotmagie um, konzentriert sich seitdem primär auf Casino statt Sportwetten. Entzug ist selten. Austritt ist häufiger.
Chronologisch geordnet — von den Erstlizenzen 2020 bis zu den jüngsten Bewegungen 2026 — ergibt sich aus GGL-Whitelist und öffentlichen Bekanntmachungen ein klares Bild der Vergaben, Übertragungen, Entzüge und Marktaustritte. Wer diese Reihenfolge kennt, erkennt auf einen Blick, welche Buchmacher zur Gründungsgeneration der Regulierung gehören und welche Marken erst spät in den lizenzierten deutschen Markt eingetreten sind.
| Datum | Anbieter | Ereignis |
|---|---|---|
| 9. Oktober 2020 | NEO.bet | Erste GGL-Sportwettenlizenz vergeben |
| November 2020 | Interwetten | Lizenzvergabe |
| Ende 2020 | Bet365 | Lizenzvergabe, gehörte zu den Erstlizenznehmern |
| Februar 2021 | Betano | Lizenzvergabe |
| Juni 2021 | Winamax | Lizenzvergabe |
| Dezember 2023 | VBet | Lizenzvergabe |
| 2024 | AdmiralBet | Lizenzübertragung auf Novo Interactive GmbH |
| Sommer 2024 | Bet3000 | Lizenzentzug |
| Februar 2025 | VBet | Betriebsstart in Deutschland |
| 28. Februar 2026 | Sunmaker | Freiwilliger Marktaustritt |
| März 2026 | Letsbet | Lizenzvergabe |
| April 2026 | Bet3000 | Rückkehr nach Wiederzulassung |
Der Fall Bet3000 offenbart eine Lücke im Kundenschutz: Zwischen Entzug und Rückkehr lagen 21 Monate, in denen Wettende mit aktivem Guthaben den Zugang verloren. Auszahlungen erfolgten verzögert, offene Wetten wurden storniert, Kontakt lief über einen reduzierten Support. LUGAS schützt vor problematischem Spiel während der Lizenzlaufzeit, doch bei Entzug greift kein automatischer Mechanismus für die Rückführung von Einlagen.
Achtung! Ein Lizenzentzug stoppt das Konto sofort, doch die Rückzahlung des Guthabens kann Monate dauern. Bet3000 brauchte nach dem Entzug im Sommer 2024 bis Anfang 2025, um alle Auszahlungen abzuwickeln — in dieser Zeit hatten Wettende keinen Zugriff auf ihr Geld und keine Gewissheit über den Zeitplan. Die GGL-Aufsicht endet mit der Lizenz, der Schutz danach auch.
Die Lizenzdynamik zeigt keinen stabilen Endpunkt. Was heute als „die zehn besten Anbieter“ gilt, wird durch Marktaustritte, Entzüge oder Neuzulassungen verändert. Letsbet ist seit März 2026 der jüngste Zugang, doch die Whitelist der GGL wird laufend aktualisiert. Wer im Frühjahr 2026 eine Rangliste liest, sollte prüfen, ob die genannten Buchmacher noch lizenziert sind — nicht jede Empfehlung hält mit der Geschwindigkeit des Marktes mit.
Welche Wettanbieter haben 2025 und 2026 neu eine deutsche Lizenz erhalten?
VBet startete im Februar 2025 mit einer bereits im Dezember 2023 erteilten Lizenz, Letsbet erhielt die Erlaubnis im März 2026, LeoVegas kam ebenfalls als Neuzugang in diesem Zeitraum hinzu. Bet3000 kehrte im April 2026 nach Entzug und Wiederzulassung zurück. Weitere Neuvergaben sind nicht öffentlich dokumentiert, die GGL-Whitelist nennt Stand März 2026 keine zusätzlichen Sportwetten-Lizenznehmer in diesem Zeitraum.
Was passiert mit meinem Guthaben, wenn ein Anbieter seine deutsche Lizenz verliert?
Das Guthaben bleibt rechtlich eine Forderung gegen den Betreiber, doch der Zugriff endet mit dem Lizenzentzug sofort. Auszahlungen laufen über den reduzierten Abwicklungsbetrieb des Anbieters, ohne GGL-Aufsicht und ohne festen Zeitrahmen. Bei Bet3000 dauerte die vollständige Rückzahlung nach dem Entzug mehrere Monate. Einlagensicherung wie im Bankensektor existiert für Wettkonten nicht.
Welcher Anbieter passt wozu — Quotenschlüssel, Steuer, Bundesliga-Stärke
Die Lizenz garantiert Aufsicht, nicht Gleichheit. Der beste Wettanbieter mit deutscher GGL-Lizenz 2026 ist derjenige, dessen Profil zur eigenen Wettweise passt — und das Profil verändert sich zwischen Sportarten, Wettarten und Quotenstellung schneller, als die Lizenzliste wechselt. Wer auf die Bundesliga setzt, braucht andere Stärken als jemand, der Livewetten auf internationale Ligen spielt oder Langzeitwetten auf Titelgewinner platziert. Die Regulierung schreibt allen zehn Anbietern dieselben Limits und denselben Identifikationszwang vor; die Unterschiede liegen dort, wo die GGL nicht hinreicht: im Quotenschlüssel, in der Handhabung der Wettsteuer und in der Tiefe des Angebots.
Die 5,3 % Wettsteuer auf den Einsatz belasten jede Wette gleich, doch die Anbieter verteilen die Last unterschiedlich. Einige ziehen sie vom Einsatz ab, bevor die Quote greift, andere reduzieren die Auszahlung im Gewinnfall, wieder andere übernehmen sie zeitweise selbst und setzen das als Werbung ein. Ein Beispiel: Wer 100 € auf Quote 2,00 setzt und gewinnt, erhält bei voller Steuerbelastung 194,70 € zurück — 200 € Bruttogewinn abzüglich 5,30 € Steuer. Übernimmt der Anbieter die Steuer, bleiben 200 €. Über hundert Wetten gerechnet bedeutet das bei konstantem Einsatz einen Unterschied von 530 € — ohne dass sich an der eigenen Trefferquote etwas ändert. Die Steuerübernahme ist selten dauerhaft und gilt oft nur für ausgewählte Märkte oder Aktionen; wer systematisch wettet, rechnet mit der vollen Last.
Der Quotenschlüssel — die Marge, die der Buchmacher in jede Quote einbaut — variiert zwischen Anbietern, Sportarten und Wettmärkten. Bei einem Bundesliga-Spiel mit drei möglichen Ausgängen ergibt die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten im Idealfall 100 %; in der Praxis liegt sie zwischen 105 % und 112 %, je nach Anbieter und Ligastärke. Die Differenz ist der Vorteil des Buchmachers. Auf populäre Märkte wie Bundesliga-Hauptwetten liegt die Marge meist niedriger als auf Nischensportarten oder exotische Wettoptionen; wer regelmäßig auf deutsche Ligen setzt, findet dort engere Quoten als jemand, der auf die dritte schwedische Eishockeyliga wettet. Der Unterschied klingt gering, summiert sich aber: Zwei Prozentpunkte Marge weniger bedeuten über eine Saison mit zweihundert Wetten und durchschnittlichem Einsatz von 50 € einen Erwartungswert von 200 € mehr.
Die Bundesliga-Stärke eines Anbieters zeigt sich nicht in der Hauptwette — Sieg, Unentschieden, Niederlage bieten alle zehn Lizenzierten an —, sondern in der Markttiefe. Spielerwetten, Eckballzahlen, Halbzeitresultate, Torschützen: Hier trennt sich die Breite vom Minimum. Wer auf Spezialmärkte setzt, braucht einen Anbieter, der über die Pflicht hinausgeht; wer Einzelwetten auf das Endergebnis spielt, kommt mit dem schmalsten Angebot aus. Livewetten verstärken den Unterschied: Manche Anbieter aktualisieren Quoten alle paar Sekunden und bieten während des Spiels zwanzig Märkte an, andere beschränken sich auf eine Handvoll statischer Optionen. Das Tempo der Quotenstellung entscheidet darüber, ob eine wahrgenommene Value-Chance noch greifbar ist oder schon geschlossen wurde.
Das LUGAS-Limit von 1.000 € im Monat gilt anbieterübergreifend und lässt keine Differenzierung nach Wettstil oder Bankroll zu. Wer unter diesem Limit bleibt, findet zwischen den Anbietern genug Spielraum; wer es ausreizt, stößt bei allen zehn an dieselbe Grenze. Die Wahl des Anbieters verschiebt diese Grenze nicht, sondern nur die Effizienz, mit der die verfügbaren 1.000 € eingesetzt werden. Hier zählt wieder die Quote: Wer bei niedrigerer Marge denselben Betrag platziert, hält einen höheren Erwartungswert. Die Regulierung nivelliert den Markt, aber sie egalisiert ihn nicht vollständig.
Was sich lohnt
- Den Quotenschlüssel über zehn typische Wetten hinweg vergleichen, bevor man sich festlegt — die Differenz zwischen Anbietern liegt oft bei zwei bis vier Prozentpunkten.
- Prüfen, ob der Anbieter die Wettsteuer dauerhaft oder nur aktionsbezogen übernimmt, und im Zweifel mit der vollen Last rechnen.
- Die Markttiefe im eigenen Hauptsport testen: Wer auf Bundesliga-Spezialwetten setzt, braucht mehr Auswahl als die Dreiweg-Hauptwette.
Was man lässt
- Sich von einem einmaligen Quotenboost oder einer zeitlich begrenzten Steueraktion dauerhaft binden lassen — die Aktion endet, das Konto bleibt.
- Anbieter allein nach dem Markennamen wählen, ohne Marge und Auszahlungsgeschwindigkeit zu prüfen — die Lizenz sagt nichts über die Konditionen.
- Davon ausgehen, dass alle GGL-Anbieter identische Quoten stellen — die Regulierung schreibt Limits vor, nicht die Kalkulation.
Welche GGL-lizenzierten Wettanbieter übernehmen die 5,3 % Wettsteuer komplett?
Die Steuerübernahme wechselt zwischen Anbietern, Aktionen und Zeiträumen; ein dauerhaftes Muster existiert nicht. Einige Buchmacher übernehmen die Steuer zeitweise für ausgewählte Märkte, andere verzichten ganz darauf. Die Handhabung ändert sich mit jeder Kampagne, eine verlässliche Liste gibt es nicht. Wer systematisch wettet, rechnet mit der vollen Belastung.

Was bleibt nach Steuer, Marge und Limit — und wann die Lizenz nicht schützt
Die GGL-Lizenz garantiert Aufsicht, nicht Rendite. Jede Wette trägt 5,3 % Steuer, die vom Einsatz abgezogen wird, bevor die Quote greift — bei 100 € Einsatz fließen 94,70 € in den Wettpool. Darauf rechnet der Buchmacher seine Marge, die je nach Sportart und Markt zwischen 4 und 12 % schwankt. Die beiden Abzüge wirken kumulativ: Wer auf eine Quote von 2,00 setzt, erhält im Gewinnfall nicht 200 €, sondern 189,40 €. Der Rest ist weg.
Das LUGAS-Limit von 1.000 € im Monat klingt nach Spielerschutz, schränkt aber jede Form systematischen Wettens ein. Zehn Wetten à 100 € und das Budget ist erschöpft. Zwanzig Wetten à 50 €. Wer täglich wettet, landet bei 33 € pro Einsatz. Professionelle Bankroll-Strategien, die auf konstante Prozentsätze und Volumenrotation setzen, funktionieren unter diesen Bedingungen nicht mehr. Die Lizenz schützt vor unkontrolliertem Verlust, blockiert aber zugleich methodisches Spiel.
Die Aufsicht endet dort, wo das individuelle Verhalten beginnt. Ein GGL-Anbieter verhindert weder schlechte Wettentscheidungen noch garantiert er Gewinn. Wer trotz negativer Serie weiter spielt, ist durch kein Regelwerk geschützt. Die Lizenz reguliert den Markt, nicht die Impulskontrolle. Das 1.000-€-Limit wirkt als Bremse, doch wer es als Freigabe versteht — jeden Monat voll ausschöpfen zu können — hat das Prinzip missverstanden.
Auch rechtliche Streitigkeiten enden nicht automatisch zugunsten des Spielers, nur weil der Anbieter lizenziert ist. Quotenfehler, abgelehnte Auszahlungen wegen Bonusbedingungen, Sperrungen wegen Mehrfachkonten — all das kommt vor, auch bei beaufsichtigten Buchmachern. Die GGL prüft Beschwerden, doch nicht jede Entscheidung fällt zugunsten des Wettenden aus. Regulierung bedeutet Verfahren, keine Garantie.
Die Steuerbelastung bleibt, die Marge bleibt, das Limit bleibt. Was sich ändert, ist die Erwartung. Wer mit GGL-Lizenz wettet, kauft Rechtssicherheit und Datenschutz, nicht bessere Quoten oder höhere Gewinnchancen. Das System ist darauf ausgelegt, exzessive Einsätze zu verhindern, nicht lukratives Wetten zu fördern. Zehn Anbieter erfüllen die Auflagen, doch was am Ende auf dem Konto ankommt, entscheidet sich an drei Stellschrauben: Quote, Häufigkeit, Disziplin. Die Lizenz kontrolliert zwei davon.